CVJM Landesverband Oldenburg e.V.

Die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg hat auf der Sitzung der 50. Synode im Mai ein klares Statement für MENSCHENWÜRDE, DEMOKRATIE und ZUSAMMENHALT gegeben. 

Im CVJM glauben wir, dass jeder Mensch von Gott gewollt und geliebt ist und deshalb die gleiche Würde besitzt – unabhängig von Herkunft, Religion, Lebensweise oder Meinung. Unser Glaube an Jesus Christus bedeutet für uns, für Nächstenliebe, Zusammenhalt und Demokratie einzustehen und uns klar gegen Ausgrenzung, Menschenfeindlichkeit und völkischen Nationalismus zu stellen.

Deswegen teilen wir das Statement der Synode und stimmen dem Inhalt voll und ganz zu. 

Darüber hinaus lehnen wir jede Form von Extremismus und Populismus ab, die wir in unserer Haltung zu Vielfalt, Würde und Gerechtigkeit (hier nachzulesen) uns immer wieder neu ins Gedächtnis rufen wollen.


Das Statement der Synode im Wortlaut: 
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg tritt für eine offene und demokratische Gesellschaft ein. Alle Menschen haben die gleiche Würde. Jeder Mensch ist von Gott gewollt und geliebt. Darum wenden wir uns gegen: Menschenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit, religiösen Hass, Gewalt und Einschüchterung, die Abwertung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder Lebensweise.

Demokratie lebt davon, dass Menschen einander zuhören, Verantwortung übernehmen und Konflikte friedlich austragen. Dazu braucht es Respekt, Wahrheitstreue und die Bereitschaft zum Kompromiss. Als Kirche (und auch wir als Jugendverband [A.d.R]) sehen wir mit Sorge: die zunehmende Verrohung der Sprache, die Verbreitung von Hass und Desinformation, Angriffe auf demokratische Institutionen sowie politische Bewegungen, die Menschen ausgrenzen oder die Gleichwertigkeit aller Menschen infrage stellen.

Wir halten daran fest:
Christlicher Glaube und völkischer Nationalismus sind nicht vereinbar. Führende Vertreter*innen der AfD äußern sich verfassungsfeindlich und rechtsextremistisch. Nach unserer Überzeugung ist die AfD für Christ*innen daher nicht wählbar.

Die Synode erklärt:
Wer Menschen gegeneinander ausspielt, Angst bewusst schürt oder demokratische Grundrechte relativiert, handelt gegen die Grundlagen eines friedlichen Zusammenlebens. Zugleich wissen wir: Auch viele verunsicherte oder enttäuschte Menschen suchen Orientierung und Anerkennung. Als Kirche (bzw. wir als christlicher Jugendverband und Teil von Kirche [A.d.R]) wollen wir Gesprächsräume offenhalten und niemanden vorschnell als Gesprächspartner*in ausschließen. Darum verpflichten wir uns: demokratische Bildung zu fördern, Räume für Begegnung und Gespräch zu schaffen, Menschen zu schützen, die bedroht oder ausgegrenzt werden, uns öffentlich für Menschenwürde und Nächstenliebe einzusetzen, in unseren Gemeinden eine Kultur des Respekts zu stärken.

Unser Maßstab ist Jesus Christus. Er hat Menschen nicht nach Herkunft, Leistung oder Meinung bewertet, sondern ihnen Würde zugesprochen.

Darum stehen wir ein für:

• Menschenwürde
• Nächstenliebe
• Zusammenhalt
• Mut zur Demokratie

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